Aus der Festschrift vom 100-Jahr Jubiläum


Postendienst

Seit der Gründung des SV werden bei verschiedenen Veranstaltungen Postensamariter eingesetzt. Noch vor 30 Jahren wurde den Verletzten nur der Puls kontrolliert. Heute gehören Blutdruckmessgeräte, Defibrillator und Sauerstoff zum Inventar  unseres Postenmaterials. Allein im Jahre 2009 wurden unser Dienste an 19 Veranstaltungen in Rapperswil in Rapperswil in Anspruch genommen (Lakers Elite und -Frauenmannschaft, Fasnacht, Go for 5, 20 Jahre Schulhaus Rain, Kanuregatta, Rattenfest, Ironman,  Blues’n’Jazz, SF bi de Lüüt, 1. Augustfeier, Seenachtsfest, Lützelauschwimmen, Drachenboot, National Briefmarkenausstellung, Forschungstag an der HSR, Slow up, Schlosslauf etc.). Die geleisteten Stunden variieren von 500 bis 1400 jährlich,  währen denen wir jeweils zwischen 200 und 300 Hilfeleistungen erbringen.
In unser aller Erinnerung bleibt wohl der erstmals stattfindende “Gigathlon” vom 11. Juli1998, bei welchem wir insgesamt 12 SamariterInnen – in Zusammenarbeit mit zwei Berufssanitätern und einem Notfallarzt die SchwimmerInnen betreuten, welche sich  bis zu 2 1/2 Std. bei extremen Wellengang im kalten Wasser befanden, um die Strecke von Lachen nach Rapperswil zurückzulegen, bevor sie sich für die Laufstrecke von Rapperswil nach Zürich auf den Weg machten. Unterkühlt, mit Krämpfen in  Armen und Beinen, total erschöpft trafen sie ein, diese Athleten. Viel von ihnen nicht mehr in der Lage, sich die Neoprenanzüge selbständig auszuziehen, konnten sie anfänglich kaum warmes Zuckerwasser aufnehmen. Dankbar für die vorgewärmten  Betten und die Möglichkeit, nach längerer Ruhephase (für die meisten bis zu einer Stunde) wieder zu Kräften zu gelangen, machten sie sich auf den Weg, die Stafette in Zürich zu beenden.

Als 1988 bei einer Alarmübung das Material viel zu spät auf dem Schadenplatz eintraf, wurde beschlossen, einen Materialanhänger anzuschaffen. Auf einem zugekauften Anhänger wurde in 350 Stunden Fronarbeit von Günther Lindig, Hans Büchl  und Karl Kryenbühl der Aufbau erstellt. Platziert wurde dieser Anhänger jeweils direkt neben unserem Samariterzelt, welches uns als mobiler Behandlungsraum diente. Das kleinere Zelt wurde 1988 über Nacht – während einem Einsatzwochenende – aufgeschlitzt und konnte nicht mehr repariert werden. So waren wir gezwungen, uns im darauf folgenden Jahre ein grosses Samariter-Zelt anzuschaffen. Viele Jahre leistete uns dieser Anhänger wertvolle Dienste und nachdem wir in der jetzigen Zeit immer  grössere Probleme mit dem Finden geeigneter Räumlichkeiten für unser Postendienste haben, beschlossen wir an der ausserordentlichen GV vom 8. September 2009 einen Samariter wagen anzuschaffen. Dieser ermöglicht uns, unsere Einsätze unabhängig  von örtlichen Begebenheiten, gut gekennzeichnet für alle Besucherinnen und Besucher, ausgestattet mit allem notwendigen Erst-Hilfe-Material sowie Wetter unabhängig zu leisten. Wir freuen uns, die auf uns zukommenden Postendienstleistungen ab  diesem Frühjahr 2010 in unserem Samariterwagen anbieten zu können.

Kursangebot

Unsere SamariterlehrerInnen bieten – seit Bestehen des Vereines – jährlich einen Samariterkurs im Wechsel mit dem SV Jona an. In 13 Lektionen à zwei Stunden vermittelt diese Ausbildung das Wissen, bei Unfällen in Sport, Beruf, Verkehr,  Haushalt oder bei Alltagskrankheiten die Gefahren zu erkennen, die richtigen Vorkehrungen zu treffen und wirkungsvolle Hilfe zu leisten. Gar manche TeilnehmerInnen konnten nach dem Besuch des Kurses für den Samariterverein gewonnen werden, wo sie ihr  theoretisches Wissen anlässlich der Postendienste in die Praxis umsetzen konnten.
Nachdem im Jahre 1972 die ersten Nothelfer-Ausweise abgegeben werden konnten stieg die Nachfrage nach diesen Kursen ab 1975 sprunghaft an, da der Nothelferausweis seither ein obligatorischer Bestandteil bei der Beantragung eine Lernfahrausweises darstellt.  In den letzten Jahren sind die Fahrlehrer ebenso berechtigt, Nothelferkurse anzubieten, weshalb die Zahl der Kursbesucher seither stark rückläufig ist. In den Anfangszeiten wurde der theoretische Teil anhand eines Tonfilmes präsentiert, danach  folgte die Präsentation per Tonbildschau, Video und heute, topaktuell via DVD und PowerPoint-Präsentation.
Als im Nothilfekurs das Thema “Helm ab” ins Programm aufgenommen wurde, konnte in den Jahren 1988 und 1990 je ein speziell dafür aufgebauter Kurs für Motorradfahrer angeboten werden. Mangels Interesse wurde dieser Kurs nicht mehr angeboten.
Breit gefächert ist unser Kursangebot, wurden doch in den Jahren 1990 und 1995 in Zusammenarbeit mit dem SV Jona je einen Krankenpflegekurs für zuhause durchgeführt. Im Weiteren organisierte unser Verein diverse Firmenkurse für die Mitarbeiter  der Firmen Graf, Weidmann, dem Kinderzoo, dem Zirkus Knie und dem ehemaligen Kaufhaus Keller-Ullmann und jetzigem Kaufhaus Manor. Diese Firmenkurse erreichen eine stärkere Nachfrage, da im Rahmen der Qualitätssicherung ein interner Sanitätsdienst  garantier werden muss.
Der Nothilfekurs für Kleinkinder wir seit 1989 angeboten und erfreut sich steigender Beliebtheit bei den jungen Eltern und auch bei Grosseltern, welche Hütedienste übernehmen. Pro Jahr sind drei Kurse im Angebot und entsprechend gut besucht.
Seit 1994 sind sie SamariterlehrerInnen berechtigt den CPR-Kurs d.h. Herz-Lungen-Wiederbelebung in ihr Programm aufzunehmen (zuvor durften diese Lektionen nur durch speziell dafür ausgebildete Fachpersonen vermittelt werden). Seit 2010 nennt sich dies  Schulung “BLS-AED-Kurs” und beinhaltet zusätzlich die Handhabung und praktische Anwendung des Defibrillators. Einige unserer Vereinsmitglieder haben diesen kombinierten Kurs bereit in den Jahren 2003 und 2004 beim Rettungsdienst des Spitales Wetzikon  absolviert.

Besondere Vereinsübungen

Nicht immer werden unsere Vereinsübungen im Schulhaus des Berufs- und Weiterbildungszentrums in Rapperswil abgehalten, in dessen Kellergeschoss wir auch unser Material eingelagert haben. Nein, für eine wirklichkeitsnahe Übung begeben  wir uns auch mal auf den Bauernhof (nicht zu glauben, was es da rund um den Bauernhof nicht alles für Gefahren gibt!!); und genossen dafür nach dieser Übung feines vom Grill. Auch Betriebsunfälle in der Behinderten-Industriewerkstatt im Buech,  eine Übung im abendlichen Kinderzoo zusammen mit dem Samariterverein Freienbach sowie das beeindruckende Erlebnis: ein “Essen im Dunkeln” in der “Blinden Kuh” Zürich, wo wir am eigenen Leibe erfuhren, was es heisst, aufs Augenlicht verzichten zu  müssen, gehörten zu unserem Repertoire. Nicht zu vergessen das Erlangen von Grundwissen in der Fussreflexzonenmassage im Jahre 2000, an dessen zwei Kursabenden insgesamt 36 Samariterinnen und Samariter teilnahmen. Nicht missen wollen wir auch die  gemeinsam verbrachten Stunden zusammen mit Behinderten, die beiden Besuche beim Regionalen Rettungsdienst (Regio 144) wie auch den Postenlauf, welcher der SV Freienbach für uns mitorganisierte und an welchem wir das Horizontalnetz der REGA in Natura  kennenlernen durften.
Auch die Sanitätshilfsstelle Hanfländer wurde in eine Vereinsübung integriert und veranschaulicht. Am Balmtag 1993, dessen Thema “zugewandte Vereine” war, leisteten wir unseren Beitrag in der Betreuung der Kaffeestube.
Kenntnisse, welche wir bei den monatlichen Dienstagabend-Übungen erlagen und vertiefen, kommen zur Anwendung – entweder beim Postenstehen oder bei den Alarmübungen, welche unter Miteinbezug der ortsansässigen Firma Weidmann, Rapperswil, dem Seerettungsdienst,  der Feuerwehr, dem Militär und der Moulagegruppe organisiert wurden.
Zu den besonderen Vereinsübungen gehören sicherlich auch die Exkursionen, welche unserer Wissenserweiterung dienten – so der Besuch der Firma Geberit, Jona im Jahre 1985, der REGA-Basisstation in Kloten 1992 und das Paraplegikerzentrums Nottwil  im 1994.

Der Samariterverein und behinderte Menschen

Nicht nur das Behandeln von Verletzungen und das Verhalten bei Krankheiten oder Unfällen gehören zum Allgemeinwissen eines Samariters, nein, auch mit Behinderungen jeglichen Art sollten wir umgehen können. So befassten wir uns währen  einer Vereinsübung mit den Tücken des praktischen Umganges und dem Handhaben eines Rollstuhles im ortsansässigen Behinderten-Wohnheim Balm. Erst wenn man selber einmal in einem solchen Rollstuhl sitzt wir einem bewusst, was für diese Menschen  wichtig ist, was al erwünscht aber auch andererseits, was als unangenehm und Angst auslösend empfunden wird.
Sich mit diesen Gefühlen auseinandersetzend nahmen wir kurz darauf die praktische Anwendung zusammen mit den Behinderten in Angriff und starteten zur Freude aller Beteiligten zu einem Einkaufsbummel ins Seedammcenter, Pfäffikon, was und auch vor  Augen führte, welchen Hindernissen diese Menschen im Alltag ausgesetzt sind.
Eine weitere Möglichkeit in Kontakt zu treten – diesmal mit geistig Behinderten – bot sich bei der Begleitung der Freizeitgruppe “Bunker” von Insieme während einer von der Schifffahrtsgesellschaft HENSA gesponserten Abendrundfahrt auf dem Zürichsee.
Wie bereit unter “besondere Vereinsübungen” erwähnt, führten wir am jährlich stattfindenden Balmtag 1993 als zugewandter Verein die Kaffeestube in der Wohnüberbauung in Jona.
In Zusammenarbeit mit Pro Infirmis wurden von uns auch spezifische “Erst-Hilfe-Kurse für geistig Behinderte” durchgeführt, welche zu Beginn eine rege Nachfrage auslösten, sich jedoch auf längere Zeit mangels Interesse leider nicht aufrecht  halten konnten.

Vereinsreisen

Alljährlich trifft sich eine ansehnliche Schar von 20 bis 30 unserer Aktive-SamariterInnen zum Vereinsausflug, welcher alternierend als leichte Wanderung für die “sportlicheren” oder als gemütlichen Ausflug für die “weniger sportlichen”  organisiert wird. Schon viele Gegenden in der Schweiz erhielten bei diesen Gelegenheiten von uns Besuch. Gleiche mehrmals führte diese Reise ins Glarnerland, in verschiedene Regionen des Vierwaldstättersees, auf die Rigi, in die Bündner Herrschaft,  in den Tessin, zu zweitägigen Wanderungen in die Flumserberge, in die Umgebung von Riemenstalden sowie zu einem Wochenendausflug ins Wallis und zum Besuch der Schaukäserei in Stein, Appenzell. Dort stellten wir unseren vereinseigenen Käse her,  welchen wir dann, drei Monate später, in einer gemeinsamen Übung mit dem Seerettungsdienst geniessen konnten. Ein weiteres “high-light” war die 55 km lange “Herzroute” – von Willisau bis nach Hasle Rüeggsau – welche wir mit dem Elektro-Velo bewältigten.  Einen Blick hinter die Kulissen des Flughafens Zürich werfen, ja auch dieser Tag bleibt uns in guter Erinnerung. Aber auch das grenznahe Gebiet wurde von uns besucht: die Insel Mainau, das Zeppelinmuseum in Friedrichshafen und die Wunderschöne Ortschaft  Lindau am Bodensee, die Burg Hohenklingen am Rhein und im Anschluss die Weinkellerei in Steckborn am Untersee.

Ferienpass

Als wir 1996 von der Schulbehörde Rapperswil-Jona angefragt wurden, beim Ferienpass einen “Erste-Hilfe-Kurse” für Kinder zu organisieren, waren wir natürlich sofort einverstanden und erarbeiteten ein nachmittagfüllendes Programm für  die Kinder der 1. – 3. Klasse sowie ein etwas höhere Anforderungen stellendes für die Schüler der 4. – 6. Klasse. Die Teilnehmer waren mit Herz und Seele dabei und erlernten eine altersgerechte “Erste-Hilfe”, welche sie auf dem Pausenplatz, zu  Hause oder auf dem Schulweg anwenden konnten. Seither wird dieser Kurs immer wieder ins Ferienpass-Angebot aufgenommen und auch bestens besucht.

Herbstmarkt

Warum nicht den Samariterverein Rapperswil einem breiten Publikum öffnen? Am Herbstmarkt vom 24. September 1997 organisierte Elisabeth Thalmann unter Mithilfe von Caroline Fuhrimann erstmals einen Posten im Samariterzelt. Blutdruckmessen war  den ganzen Tag über gefragt und beliebt und den Ballonwettbewerb für Kinder gewann ein Mädchen aus Rapperswil, deren Ballon bis nach St. Imier flog. Viele Fragen wurden beantwortet, Broschüren abgegeben und für die Kurse unseres Vereines  Werbung gemacht. Den Wettbewerb für Erwachsene – ein Gutschein für den Besuch eines Samariterkurses gewann Jutta Winiger, welche Jahre später zuerst Samariterlehrerin und dann gar Präsidentin unseres Vereines wurde.
Seither findet man den Samariterverein Rapperswil am Herbstmarkt in unserer Altstadt. Die Versuche, das Interesse in den Mitmenschen zu wecken, sich in unserem Verein persönlich zu engagieren sind nicht immer erfolgreich, jedoch zeigen wir Präsenz  mit unserem Dasein und konnten schon etliche Frauen und Männer bewegen, einen unserer Kurse zu besuchen und auch unserem Verein beizutreten.

Xsundheitstag 1991

Eine besondere Herausforderung an unseren Verein war der Xsundheitstag vom 31. August 1991 im Hanfländerschulhau. Das Konzept dafür wurde von den privaten Kranken- und Unfallversicherungen unter Mithilfe der Gesundheitskommission Rapperswil  erarbeitet. Protokoll-Auszug: “Der Samariterverein Rapperswil übernimmt mit seinen geschulten Helfern die medizinische Untersuchung (Gewicht, Blutdruck, Lungentest)”. 938 Teilnehmer brachten uns zeitweise zum Schwitzen, der Erfolg war enorm! Die 30  Samariter leisteten rund 240 Stunden Einsatz.

Tag der ersten Hilfe in der Eishalle September 2005

Anlässlich des internationalen Tages der Ersten Hilfe planten wir in der ausverkauften Eishalle Lido die Simulation eines Herznotfalles, welcher allen Anwesenden während einer “Drittelspause” unsere Erste-Hilfe-Massnahmen vor Augen führen  sollte. Als dann nach 31 Minuten das Eishockey-Spiel infolge Nebels vorzeitig abgebrochen wurde, ging unser grosser Auftritt buchstäblich “im Nebel unter”. Das Interview bei Radio Zürichsee und der informative Zeitungsartikel in der Regionalzeitung  “Linth” brachten uns aber dennoch die erhoffte Beachtung.

100 Jahre Samariterbund – Ausstellung im Einkaufszentrum Sonnenhof, Rapperswil

Anlässlich dieses Jubiläums im 1988 wurde dem Samariterverein während einer Woche kostenlos die Mall des Einkaufs-Zentrum zwecks Präsentation unseres Vereins zur Verfügung gestellt. Normalerweise müsste dafür mit Kosten über  CHF 1’000.00 gerechnet werden. Wir packten auch diese Gelegenheit beim Schopf und präsentierten die Entwicklung des Hilfsmaterials (z.B. von der geknüpften Bahre bis hin zur heute verwendeten Schaufelbahre), unseres Posten- und Arbeitsmaterials  sowie anhand von entsprechend bekleideten Schaufensterpuppen das äusserliche Auftreten der SamariterInnen. Natürlich fand auch das Blutdruckmesse sowie das Gespräch zwischen den Samaritern und den Besuchern einen wichtigen Platz während  dieser  Ausstellung. Die Figurantengruppe mit ihren perfekten Moulagen jagten wohl so manchem Besucher einen Schauer über den Rücken und wie man sich bei einem Unfall verhalten sollte, wurde anhand von Beispielen aus dem Nothelferkurs demonstriert. Die  Ausstellung wurde durchgehend von zwei Samaritern betreut, wobei anlässlich des Mittwochabendverkaufes unser Verein mit rund zehn Samaritern präsent war.

Ausstellung Drogerie Denzler

Im Jahre 1989 stellte uns die Drogerie Denzler für einen Monat ein freies Schaufenster über eine Länge von 10 Metern als Präsentationsraum für unseren Verein zur Verfügung. Natürlich nahmen wir dieses Angebot sofort dankbar  an – denn, eine solche Gelegenheit kommt mit Sicherheit so schnell nicht wieder!
Karl Kryenbühl und Hedi Achermann organisierten und dekorierten daraufhin eine Informations-Ausstellung mit dem Thema “Das Samaritermaterial von damals bis heute”. Diese zur Schaustellung von altem und neuem Material erreichte viel Aufmerksamkeit worauf  wir 1997 nochmals für zwei Wochen die Möglichkeit erhielten, diese Präsentation zu wiederholen.

Blutspenden

Ein wichtiges Datum im Jahresprogramm ist der alljährliche Aufruf zum Blutspenden. Der Samariterverein Rapperswil hilft seit dem Jahre 1958 bei diesen Aktionen tatkräftig mit vielen Helferinnen und Helfern mit. die Aufgaben, welche wir erledigen  können umfassen die Anmeldestelle, das Blutdruck-, Puls- und Temperaturmessen, die Betreuung der Spenderinnen und Spender sowie direkt Hilfestellungen während dem Spenden. Zum Abschluss servieren wir allen Teilnehmer zur Stärkung unsere selbstgebackenen  Kuchen, Kaffee, eine kräftige Bouillon sowie unsere selbstgemachten Sandwiches, wobei natürlich auch die Vegetarier bei uns nicht zu kurz kommen. Das anschliessende gemütliche Beisammensein aller Mitarbeitenden beim gemeinsamen Nachtessen schliesst  diese Aktion ab. In den Jahren 1958 bis 1994 konnten insgesamt 15’000 Spenden verbucht werden. Bis Ende 2009 waren es exakt 21’625 Blutkonserven, welche dem SRK vom Spendestandort Rapperswil zur Verfügung gestellt wurden. Bis zum Jahre 1996 wurden  sowohl im Frühling als auch im Herbst je eine Blutspendenaktion durchgeführt. 1997 meldete das Spendezentrum Bern, dass nur noch eine Aktion jährlich notwendig sei, da infolge neuer Operationsmethoden in den Spitälern weniger Blut benötigt  werde und zudem immer öfters Eigenspenden in Betracht gezogen werden Nachdem das Blutspendezentrum Bern verkauft wurde, wird die Blutspendenaktion seit 2004 zusammen mit dem Blutspendedienst Zürich durchgeführt.

Kleidersammlung

Bereits seit vielen Jahren (erstmals protokollarisch erwähnt im 1973) wird jährlich eine Kleider-Strassensammlung durchgeführt, wobei wir bis 2008 nur jene Altkleidersäcke, welche während vielen Jahren von eifrigen Samariterinnen  und Samaritern in die Briefkästen verteilt wurden, auf dem Stadtgebiet Rapperswil einsammelten. Seit 2009 nun wir das gesamte Gemeindegebiet Rapperswil-Jona bedient und damit dieser Mehraufwand an Arbeit geteilt werden kann, arbeiten wir im Wechsel  ( eine Sammlung im Frühling, eine im Herbst) mit dem Kolping-Verein Rapperswil-Jona zusammen. Verschieden Firmen stellen uns ihre Fahrzeuge zur Verfügung und die Samariter in und auf den Fahrzeugen und Ladeflächen sind weitherum erkennbar an  ihren orangen Samariter-Westen. Gemeinsam wird dann der Znüni genossen wobei Zufriedenheit unter den Helfern zu spüren ist. Nachdem im Jahre 1994 die ersten zwei Kleidercontainer, welche dann im 1998 auf vier in der Anzahl erhöht, innerhalb der  Gemeinde aufgestellt wurden, war ein merklicher Rückgang der bereitgestellten Säcke feststellbar.
Erfreulicherweise werden jedoch auch die Erträge aus der Containersammlung unserem Konto gutgeschrieben.

Samaritersammlung

Als schweizweite Propaganda und Einnahmequelle für den Schweiz. Samariterbund sowie die Samaritervereine wurde die Samaritersammlung – ehemals Mai-Sammlung des Roten Kreuzes – ins Leben gerufen. 1986 führte unser Verein die erste Sammlung  durch und an einem Infostand anlässlich des wöchentlich stattfindenden Freitagsmarktes verkauften wir innerhalb weniger Stunden alle 1000 Abzeichen. Seither galt es, jedes Jahr diese Sammlung zu organisieren und Abzeichen, “Pflästerlis” oder  Broschüren an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Unter Miteinbezug von Schulkassen wurden von den anfänglich mehreren hundert Infobroschüren im letzten Jahr nur noch gerade 300 Stück verkauft. Die Schulklassen freuten sich jedoch üben den  gespendeten Znüni und den Zustupf in ihre Klassenkassen.

Betreuung inaktive Ehrenmitglieder

Seit 1987 betreute Ursi Rüegg, ebenfalls Ehrenmitglied des Samaritervereins Rapperswil, unsere inaktiven Ehrenmitglieder und überraschte diese anlässlich ihres Geburtstages oder im Krankheitsfall mit einem persönlichen Besuch und Blumen  sowie einem Präsent. Während der Adventszeit wurden sie zu einem gemütlichen Beisammensein ins Café Rosenstädter eingeladen und hatten somit Gelegenheit über ihre gemeinsamen Erlebnisse rund um das Samaritersein zu plaudern. Damit jedermann/frau  an diesem Treffen teilnehmen konnte, wurde zur Freude aller ein Fahr- und Abholdienst organisiert, welcher auch rege genutzt wurde. Seit dem Jahre 2009 wird diese Aufgabe von Elisabeth Thalmann übernommen und in diesem Sinne weitergeführt.

Sanitätszug

Mit der Fusion der beiden Feuerwehren Rapperswil und Jona im Jahre 2005 wurde ein Sanitätszug ins Leben gerufen. Die Mitglieder rekrutierten aus der Feuerwehr und den beiden Samaritervereinen Rapperswil und Jona. Bei Ereignissen mit Verletzten  wir nun neu zuerst der Sanitätszug aufgeboten, bei Grosseinsätzen jedoch würden zusätzlich die Samariter/Innen zum Einsatz gelangen.

Zusammenarbeit mit Jona

Nach der Fusion der Feuerwehren Rapperswil und Jona stellte sich die Frage, ob es sinnvoll wäre, auch die beiden Samaritervereine zu fusionieren. Um in einem ersten Schritt die Zusammenarbeit zwischen den beiden Vereinen zu intensivieren, wurde  in den Jahren 2005, 2007, 2008 je eine gemeinsame Übung organisiert wobei sich bei dieser Gelegenheit ebenso die Mitglieder beider Vereine näher kommen sollten. Die beiden Vorstände versuchten in gemeinsamen Sitzungen zu einer Einheit zu finden  und gleichzeitig wurde zu diesem Thema eine Arbeitsgruppe gebildet. Leider waren die Meinungen, Erwartungen und Wünsche innerhalb der Arbeitsgruppe sowie in den beiden Vorständen so gegensätzlich, dass die Bemühungen im Jahre 2008 bis auf  weiteres abgebrochen wurden. Nach dem Motto. “Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!”

Samariterverein Riemenstalden

Karl Kryenbühl, Präsident des SV Rapperswil erfuhr im Jahre 1979 von seinem Bruder, seinerseits Mitglied des Samariter-Kantonal-Vorstandes des Kantons Schwyz, dass der SV Sisikon gut erhaltenes, gebrauchtes Erste-Hilfe-Material suche, womit  sie einen Samariterposten in Riemenstalden einrichten wollten. Einem Samariterverein, welcher in finanziellen Schwierigkeiten steckte sofort und unbürokratisch zu helfen war für uns eine Selbstverständlichkeit. So fanden viele Artikel von Wolldecken,  Gehstöcken, Schaufelbahren, Vacuummatratze, Postenkoffer, Verbandsmaterial und Beatmungspuppe auf den Weg nach Riemenstalden. Nicht nur eine Materialverschiebung fand bis in Jahre 1995 statt; nein, auch freundschaftliche Kontakte wurden über viele  Jahre intensiv gelebt und gepflegt und viele erinnern sich noch mit Schmunzeln an die Rückfahrt von Riemenstalden als infolge 20cm Neuschnee ein Extra-Pfadschlitten aufgeboten werden musste, damit wir wieder sicher unseren Heimweg in Angriff nehmen  konnten.
In der Zwischenzeit hat sich die finanzielle Situation stabilisiert und der Kontakt zwischen den beiden Vereinen beschränkt sich auf ein Minimum; dies auch deshalb, weil viele der älteren Mitglieder, welche diese Gemeinschaft pflegten, nicht mehr  aktiv in den Vereinen tätig sind.